Begriffe aus dem christlichen Sprachgebrauch

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Beten
Das Gebet, das Beten, ist Sprechen mit Gott. Voraussetzung dafür ist Vertrauen: dass Gott das Gebet hört und erhört. Das christliche Gebet orientiert sich an der Gebetspraxis Jesu, der sich selbst in die Stille und Einsamkeit zurückzog, um zu beten. Jesus selbst lehrte auch die Jünger das Beten und die vertraute Gebetsanrede "Vater unser" (in Jesu Sprache; abba, "Papa"). Jesus wandte sich auch in Todesangst, vor seiner Festnahme und an; Kreuz, noch betend an Gott. Das christliche Gebet kann das vertraute, persönliche Gespräch eines einzelnen mit Gott sein, aber auch das Gebet einer ganzen Gruppe.   Beten ist immer mehr als nur ein reiner Kommunikationsvorgang: es gehört wesentlich zum Lebensstil der an Gott Glaubenden. Man könnte daher das Beten bildlich als "Atmen der Seele" beschreiben. Es findet seinen Ausdruck in Gesten und Haltungen.   Beten ist eine Grundhaltung, so wie in einer guten Partnerschaft das Entscheidende das einfühlsame Interesse für den anderen ist.   Auf der Basis dieser Beziehung können deshalb wohl Lebens- und Gefühlsäußerungen Gott gegenüber als Gebet bezeichnet werden: Dank, Lobpreis, Bitte oder Klage. Dies kann sich in verschiedenen Formen aüssern: im gemeinsamen Gebet mit anderen, im persönlichen Beten oder im meditativen Schweigen vor Gott.
Synonyme: bitten, danken, erbitten, flehen, meditieren, anbeten, anrufen
 
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