Das Neue Testament spricht von Begabungen und Fähigkeiten, mit denen der Heilige Geist Menschen ganz individuell ausstattet (Geistesgaben, griech.: pneumatika). In 1. Korinther 12 und 14 sowie in Römer 12 sind eine Reihe von Gaben ganz konkret genannt: Weisheitsrede (1. Korinther 12,8), Krankenheilung (1. Korinther 12,9), Prophetie (1. Korinther 12,10; 14,1ff; Römer 12,6), Geisterunterscheidung (1. Korinther 12,10; 14,29), Zungenrede/Sprachenrede (1. Korinther 12,10; 14,2ff), Lehre (1. Korinther 14,26; Römer 17,7). Es geht letztlich immer darum, die Gaben in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. Schon das Alte Testament kennt besondere und von Gott verliehene Gaben wie z. B. die Prophetengabe. Aber erst das Neue Testament spricht ausdrücklich vom Heiligen Geist, der jedem seine besondere Gabe, sein spezifisches „Charisma“ zuteilt (1 Kor 12,11). Diese Begabungen Gottes (etwa: Dienen, Lehren, Trösten, Ermahnen, Geben-können, Lieben) sind für das Wohl und den Aufbau der christlichen Gemeinschaft da. In der christlichen Gemeinschaft soll eine tiefe Verbundenheit und ein Geben und Nehmen, wie es das Paulus-Gleichnis vom einen Leib, der aus verschiedenen Gliedern besteht, schildert. Synonyme: Ausstrahlung, Ausstrahlungskraft, Begnadung |