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Ehe
Ehe nennt man die geordnete und geregelte Form des Zusammenlebens von Mann und Frau. In der abendländisch-europäischen Kultur hat sich, vom jüdisch-christlichen Denken beeinflusst, die monogame Form der Ehe durchgesetzt: Mann und Frau sind in gegenseitiger Treue und Liebe, in gegenseitiger Verantwortung und Achtung ein Leben lang miteinander verbunden und aneinander gebunden.   In der heutigen, sog. modernen Gesellschaft ist die Institution Ehe in die Krise geraten, weil angesichts der enormen und überzogenen Erwartungen an eine Partnerschaft einerseits und der großen Belastungen andererseits immer mehr Menschen glauben, dass ein Partner allein nicht ein Leben lang die wechselnden Erwartungen und Bedürfnisse "befriedigen" könne.   Dagegen ist für Christen die lebenslange Treue zu einem Partner und die einer einzigen Person exklusiv zugewandte personale Liebe Abbild und Gleichnis der Liebe Gottes zu den Menschen und der innigen Verbindung Jesu zu seiner Kirche. Darum nennt die katholische Kirche die Ehe ein "Sakrament".   Martin Luther dagegen hat die Ehe ein "weltlich Ding" genannt. Damit meinte er jedoch keinen profanen Bereich, in dem der christliche Glaube keine Rolle spielt. Aber für Luther ist der Ehestand nicht schon als solcher ein heiliger Stand. Die hl. Schrift bezeichnet die Ehe (in Matthäus 5,31f und 1. Korinther 7,10) als unauflöslich. Allerdings könne man daraus keine generelle Unmöglichkeit der Ehescheidung folgern. Anders als in der römisch-katholischen Kirche ist in der evangelischen Kirche die Wiederverheiratung Geschiedener möglich, jedoch an Voraussetzungen geknüpft.
Synonyme: Bund, Eheband, Ehebund, Ehebündnis, Ehehafen, Eheschließung, Ehestand, Heirat, Hochzeit, Lebensgemeinschaft, Partie, Trauung, Verbindung, Verheiratung, Vermählung, Zweisamkeit
 



 
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