Die Empfängnisverhütung scheint für viele Menschen ein typisch "katholisches Problem" zu sein. Richtig ist, daß die katholische Kirche die Zeugung von Kindern als einen unaufgebbaren Bestandteil der Ehe ansieht. Die Weigerung, Kinder in einer Ehe haben zu wollen, würde eine Ehe erst gar nicht zustandekommen lassen. (Dies käme einem Ehehindernis gleich - und eine Ehe könnte dann u. U. annulliert werden.) Selbst wenn ein Priester in Unkenntnis dieser Entscheidung die Trauung vollziehen würde, wäre diese Eheschließung nicht gültig.
Richtig ist aber auch, daß die Kirche von "verantwortlicher Elternschaft" spricht. Eltern müssen entscheiden - nach ethischen, sozialen, wirtschaftlichen, familiären Kriterien - wieviel Kinder sie wann haben können und dürfen. Dazu sollen sie natürliche Methoden der Geburtenkontrolle anwenden. Die Bischöfe wenden sich gegen die "Benutzung" technisch-chemischer Mittel, weil sie meinen, im zentrum personaler Akte und intimster zwischenmenschlicher Begegnung gefährdeten solche Mittel das "eigentlich Menschliche". Das Kalkulierend-Planend-Ausschließende widerspreche dem Geist der bedingunglosen Hingabe, der Offenheit. Die natürliche Beobachtung des Zyklus der Frau erlaube eine ausreichend sichere, humane und vor allem frauenfreundliche Geburtenkontrolle.
(aus www.internetseelsorge.de, der Website der katholischen Glaubensinformation e. V.) |