Begriffe aus dem christlichen Sprachgebrauch

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Enthaltsamkeit
Die Enthaltsamkeit oder Askese ist ein sehr alter Begriff im religionsgeschichtlichen Kontext und meint die Enthaltung eines Menschen in bestimmten Zeiten von bestimmten Dingen mit einer festen Motivation.

Beispiele:In der Fastenzeit soll gefastet werden mit dem Ziel der inneren Vorbereitung auf das bevorstehende Fest. Um der Vervollkommnung auf dem Weg der Nachfolge Jesu willen enthält sich der mönchisch lebende Mensch bestimmter ausschweifender Genüsse.
Nicht zuletzt ist eine Begründung für den Zölibat der Amtsträger auch aus dem Gedanken der Enthaltsamkeit heraus gegeben: Um noch vollkommener ein Leben für die Nachfolge Jesu zu leben, soll keine Bindung an eine Ehefrau erfolgen und sich der zölibatär lebende Mensch der geschlechtlichen Hingabe enthalten. Grundgedanke dieser christlich geprägten Enthaltsamkeit ist die Gewißheit, daß alles Weltliche vergänglich ist und wir zu Lebzeiten die endgültige Ordnung Gottes helfend vorbereiten durch unsere guten Taten. Dazu gehört eben auch eine Lebensführung hin zur persönlichen Vervollkommnung.
Enthaltsamkeit ist danach ein Baustein auf diesem Weg.

(aus www.internetseelsorge.de, der Website der katholischen Glaubensinformation e. V.)
 
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