Maria ist die Mutter Jesu, ihre Eltern sind Anna und Joachim. Eine Cousine Marias ist Elisabeth, die Mutter von Johannes dem Täufer. Noch in der Verlobungszeit mit dem ihr versprochenen Josef aus Nazareth wird sie mit Jesus schwanger. Ein Engel, Gabriel, kündigt die Schwangerschaft an, trotz der Schwangerschaft bleibt Maria Jungfrau. Engel sind auch bei der Geburt im Stall zu Betlehem anwesend und ein Engel im Traum veranlasst die schnelle Flucht der heiligen Familie nach Ägypten, um Jesus vor dem Mordkommando des Herodes zu schützen. Im späteren Leben Jesu ist Maria bei allen wichtigen Situationen gegenwärtig, ohne jedoch im Vordergrund zu stehen. Nach dem Tod Jesu geht sie mit seinem Lieblingsjünger Johannes nach Ephesus, wo sie möglicherweise begraben ist. Es gibt auch die Überlieferung, sie sei in Jerusalem begraben.
Insbesondere für katholische Christen gilt Maria als Vorbild des Glaubens und als Mutter der Kirche. Mit Ihrem „Ja“ zu Gott, hat sie Gott in sich Raum gewährt und hat sich von ihm einnehmen lassen. Gleichzeitig hat sie Gott ein menschliches Gesicht gegeben. Sie hat ihn unter Menschen erfahrbar und erlebbar gemacht und damit den Mitmenschen geholfen, befreit, erlöst, ja "richtig Mensch" zu werden.
Aus evangelischer Sicht hingegen sind die beiden von der römisch-katholischen Kirche formulierten Mariendogmen von der unbefleckten Empfängnis Marias (1884) und ihre leibliche Aufnahme in den Himmel (1950) biblisch nicht begründbar. Die Marienfrömmigkeit markiert heute leider einen der deutlichsten Unterschiede zwischen den Konfessionen.
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