| Beim Thema der "Rechtfertigung" geht es um die Beziehung Gott und Mensch. Es geht nicht um das, was der Mensch tut oder tun muss, sondern um das, was Gott getan hat. "Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?" war die Frage, die Martin Luther gequält hat. Allein dadurch, dass der Mensch auf Christus vertraut, ist er vor Gott gerecht - ohne seine Taten. Das war Luthers Entdeckung, als er sich mit dem Römerbrief des Apostels Paulus (3,28) beschäftigte. Von Gott gerechtfertigt zu sein, heißt jedoch nicht, dass die Hände in den Schoß gelegt werden können. Im Gegenteil: Wer weiß, dass Gott schon alles zum Heil des Menschen Heil getan hat, kann sich um so engagierter einem anderen Menschen oder einer Sache zuwenden. Glaube und Handeln gehören also untrennbar zusammen. |