Die Taufe ist der Aufnahmeritus in die christliche Gemeinde. Die Taufe wird durch Begießen des Kopfes mit Wasser oder Untertauchen des ganzen Körpers im Namen bzw. auf den Namen Jesu Christi vollzogen. Durch sie wird die Vergebung der Sünden gewährt und die Gabe des Heiligen Geistes verheißen. Die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer (Matthäus 3,13-17; Markus 1,9-11; Lukas 3,21f; Johannes 1, 32-34) ist der historische Ausgangspunkt der christlichen Taufpraxis. In den urchristlichen Gemeinden wurde die Taufe von Anfang an praktiziert und bedeutete die Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen (Apg 2,38.41). So viel Gemeinsamkeit wie bei der Taufe gibt es weder beim Abendmahl noch beim Kirchen- und Amtsverständnis. Das Sakrament der Taufe ist nämlich das grundlegende Band der Einheit unter allen Christen. Dieses hohe Maß an Gemeinsamkeit - das gilt vor allem für die evangelische und die römisch-katholische Kirche, die im Grundverständnis der Taufe übereinstimmen, sowie mit Einschränkungen für die orthodoxen Kirchen - lässt sich schon daran erkennen, dass nicht von katholischer oder evangelischer, sondern nur von der Taufe die Rede ist. |