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12.04.2010 - Von: Michael „Bully“ Herbig Wickie und die starken Männer - Michael "Bully" Herbig

Wickie und die starken Männer

Im Gegensatz zum Klamauk-Witz seiner früheren Filme wartet Michael Herbig in „Wickie und die starken Männer“ mit bester Familienunterhaltung auf. Denn der Film nimmt sich als Abenteuerfilm für Kinder mit wohl dosierten komödiantischen Einlagen aus, der darüber hinaus Erwachsenen Anspielungen auf bekannte Filme bietet.

R: Michael „Bully“ Herbig
Deutschland 2009
Laufzeit: 87 Minuten  

Mit dem am 09.09.09 im deutschen Kinoprogramm anlaufenden „Wickie und die stärken Männer“ ändert Michael Herbig eindeutig den Ton. Denn seinen neuen Spielfilm versteht er nicht als Parodie, sondern als Realfilmadaption, als Hommage an die nach dem Kinderbuch des Schweden Runer Jonsson entwickelte Zeichentrickserie, die ab 1974 in 78 Folgen im ZDF ausgestrahlt und zuletzt noch dieses Jahr im Kinderkanal wiederholt wurde, so Michael „Bully“ Herbig selbst bei der Präsentation des Filmes in Köln.  

Der kleine, rotblonde Wikinger-Junge Wickie (Jonas Hämmerle) lebt zusammen mit seiner Mutter Ylva (Sanne Schnapp) und seinem Vater Halvar (Waldemar Kobus), dem stursten Wikinger-Häuptling aller Zeiten, im Wikingerdorf Flake. Wickie ist jedoch aus der Art geschlagen: Statt durch Raubeinigkeit und Unerschrockenheit glänzt der zurückhaltende und zart besaitete Junge durch seine Intelligenz. Allerdings kann Wickie auch seine Furcht überwinden, wenn es etwa um seine beste Freundin Ylvi (Mercedes Jadea Diaz) und deren von einem Wolf gezerrte Puppe geht.  

Als eines Tages das Wikingerdorf Flake von einer skrupellosen Horde wilder Fremder mit Angst einflößenden Drachenmasken überfallen wird, rauben der Schreckliche Sven (Günther Kaufmann) und seine Mannen den allergrößten und liebsten Schatz der Wikinger: ihre Kinder. Denn um den sagenumwobenen Goldschatz von Töle zu finden, brauchen die Unholde ein Kind, das noch nie gelogen hat. Wickie bleibt allerdings vom Raubzug verschont, weil er sich beim Drachenfliegen in einem Baumwipfel verheddert hatte. Halvar, Wickie und „die starken Männer“ machen sich auf den Seeweg, um die Dorfkinder zu befreien. Es beginnt so ein spannendes Abenteuer, bei dem Wickie immer wieder seine Cleverness unter Beweis stellt.  

Der mit großem Aufwand und mit ebenso großer Liebe zum Detail inszenierte Film lehnt sich in den Kostümen und in der sonstigen Ausstattung eng an die Zeichentrickserie an.  

Im Gegensatz zum Klamauk-Witz seiner früheren Filme wartet Michael Herbig in „Wickie und die starken Männer“ mit bester Familienunterhaltung auf. Denn der Film nimmt sich als Abenteuerfilm für Kinder mit wohl dosierten komödiantischen Einlagen aus, der darüber hinaus Erwachsenen Anspielungen auf bekannte Filme bietet.

Gekürzte Fassung mit freundlicher Genehmigung des Verfassers José García www.textezumfilm.de

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