Diese Kurztherapie ist gedacht für Personen, die sich nur eine Woche frei nehmen können und eine Orientierungshilfe suchen. Hier geht es um therapeutische Hilfestellungen. Angeboten werden während der Woche: - 5 therapeutische Gruppensitzungen - 2 Einzelgespräche - 2 Massagen - Gottesdienste
Geeignet ist die Blocktherapie für Menschen mit akuten Lebenskrisen und partnerschaftlichen Störungen (hierbei sind beide Partner erwünscht). Nicht geeignet ist sie bei chronischen Leiden und rein körperlichen Störungen.
Diese Therapie ist biblisch ausgerichtet und umfasst neben der medizinischen und psychologischen Betreuung auch den spirituellen Aspekt.
P. Müller schrieb 1997 zum 10 jährigen Bestehen der heilenden Gemeinschaft auf www.pallottiner-freising.de:
Was ist die HEILENDE GEMEINSCHAFT? […] Eine Therapie ohne Bezug auf das weltanschauliche Konzept des Patienten vermag nicht in die Tiefe zu gehen. Ich hatte bereits 20 Jahre therapeutische Erfahrung hinter mir und wusste nur zu gut, wie erfolglos eine rein symptomorientierte Behandlung ist. Oft genug waren religiöser Sinnverlust, strafende Gottesbilder und in den letzten Jahren auch esoterische Verstrickungen die Ursachen von Depressionen, Ängsten, psychosomatischen Erkrankungen, von Psychosen und Neurosen. Kaum einer wagte es, den spirituellen Aspekt in die Therapie einzubeziehen. Erst mit Bernhard Tyrell, C.G.Jung und Viktor Frankl kam ein Umdenken, das inzwischen auch die analytischen Denkansätze der Freudianer erreicht hat.
Meine Vision war eine stationäre Therapie für Menschen, die angstfrei über ihre Glaubensnöte und Lebenskrisen sprechen konnten, die einen Therapeuten wollten, der ihre Weltanschauung ernst nahm. Darüber hinaus sollte ein breit gefächertes Angebot unterschiedlicher Methoden diesen dreiwöchigen Aufenthalt prägen: Gruppen- und Einzelsitzungen mit gestalttherapeutischen Elementen, kreatives Arbeiten mit Holz, Stein, Stoff, Wachs, Ton u. a., körperorientierte Maßnahmen wie Massagen, Tanz und Gymnastik, systemisches Arbeiten, Bibliodrama, Entspannungsverfahren, Gebet und Gottesdienste, Gestalten eines bunten Abends in eigener Regie der Teilnehmer.
Ich machte mich auf die Suche nach geeigneten Therapeuten, die entsprechend fachliche Ausbildung hatten und den christlichen Glauben als persönliches Fundament lebten. Dabei ging es mir nie um „Missionierung“ von Patienten, sondern stets um die Entängstigung ihrer Gottesbilder, um die therapeutische Dimension des Christentums. Es zeigte sich, wie stark moralistisch und lebensfeindlich viele Menschen ihr Dasein lebten; sie lebten eigentlich nicht, sie existierten nur. Viele waren nicht in der Lage, ihre Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken, nein zu sagen, sich abzugrenzen, ihre Originalität zu entfalten. Sie waren oftmals so selbstlos, dass sie ihr Selbst los waren. Und das immer wieder im Namen eines strafenden Gottes.
Wer aber hat je als Therapeut diese wahre Not erkannt und mutig angesprochen? Stattdessen wurde der Glaube als krankmachend gedeutet (ekklesiogene Neurose) und wegtherapiert. Das Kind des Glaubens wurde mit dem Bad eines lebensfeindlichen Gottesbildes ausgeschüttet.
1995 startete mit der Eröffnung unseres christlichen Bildungs- und Therapiezentrums die erste HEILENDE GEMEINSCHAFT mit 18 Teilnehmern aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Rumänien. Sieben PsychotherapeutInnen waren im Einsatz, ein Luxus, den sich heute keine Klinik leisten kann. Dieses Modell hat sich nun nach zehn Jahren sehr gut bewährt. Und immer noch bleibt das Ziel die Versöhnung mit sich, mit Gott und mit den Mitmenschen. Die Mehrheit der Patienten ist zutiefst gekränkt worden von ihren Eltern, von Partnern oder von Vorgesetzten. Und eine Heilung ohne Versöhnung gibt es nicht. Deshalb ist die HEILENDE GEMEINSCHAFT eine tiefenpsychologisch orientierte Höhenpsychologie. Von 1995 – 2006 nahmen über 700 Patienten aus 11 Ländern an der HG teil; davon waren etwas mehr als ein Drittel Männer, Durchschnittsalter: 44 Jahre. |