Ein Mann zu jeder Jahreszeit
"R: Fred Zinnemann
USA 1966
Laufzeit 116 Min.
Robert Bolts erfolgreiches Theaterstück wurde von Columbia Pictures aus kommerzieller Sicht nicht als sonderlich viel versprechend eingestuft: Es handelt sich um eine historische Geschichte ohne Lovestory, in der es um eine moralische Frage geht und in der kein Star die Hauptrolle spielt. Vielleicht überließ Columbia Regisseur Fred Zinnemann aus diesem Grund die absolute Kontrolle über Ein Mann zu jeder Jahreszeit, solange er sich an das vergleichsweise geringe Budget hielt. Jedermann war von dem Resultat überrascht, als das dialoglastige Moralstück zum Kinoerfolg wurde und im Jahre 1966 die meisten Oscars abräumte.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die Auseinandersetzung zwischen König Henry VIII (Robert Shaw in herausragender Form) und Sir Thomas More (Paul Scofield mit einer oscar-prämierten Leistung). Henry will, dass More offiziell in eine Scheidung einwilligt, aber Mores strikte ethische und religiöse Ansichten lassen dies nicht zu. Mores Rechtschaffenheit verärgert Kardinal Wolsey (Orson Welles in einer Gastrolle), und er schimpft: ""Sie sollten die klaren Fakten sehen, ohne sich in moralische Bedenken zu verstricken.""
Zinnemanns Umsetzung ist sehr einfach gehalten, und die prosaische Inszenierung verschafft dem Zuschauer keine sonderlich interessante cineastische Erfahrung. Die sprachliche Umsetzung ist jedoch eine wahre Freude, und die ethischen Diskussionen werden mit all der Ruhe und Erhabenheit einer faszinierenden Partie Schach geführt. --Robert Horton
Video Jakob Kurzinhalt
König Heinrich der VIII. (Robert Shaw) will sich von seiner Frau scheiden lassen, um seine Geliebte Anne Boleyn zu heiraten. Aber Thomas More (Paul Scofield), Günstling und Vertrauter des Königs, versucht ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Eine Flut von Intrigen bricht über Thomas Moore herein, um ihn am Hofe in Ungnade zu bringen. Aber er ist standhaft bis zu seinem tragischen Ende. Dieser exzellente Literaturfilm mit Starbesetzung gewann 6 Oscars: Darunter Bester Film des Jahres, Bester Hauptdarsteller (Paul Scofield) und Beste Regie (Fred Zinnemann).
(Quelle: amazon.de)"
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